Es ist falsch. 

Es muß falsch sein.

Werfe  alles in eine Wagschale. Wie glücklich Du ausgesehen hast, als Du bei mir warst, wie es Dich vor Tränen schüttelte, als Du das erste mal Abschied nahmst. Alles. Und dann sage, daß es leichter wiegt, als alles andere, was Dich zurückhält.

Und er! Er nimt Dich so zurück? So verwandelt jenseits seiner Vorstellungskraft, wie Du jetzt bist?

Und Du! Sagst, Du wüßtest nun, was und wer Du bist und wirst nun doch so völlig anders leben? Denke an das Halsband. An seine Gravur. An das Branding. Und sage: "es ist vorbei. Für immer. ich brauche es nicht."

Aber es ist deine Entscheidung. Ich akzeptiere sie. Ich trage sie. Ich habe sie Dir überlassen und nun nehme ich sie hin. Drei mal hast Du es gesagt. Nun soll es gelten.
Und ich weiß ja auch: selbst wenn Du kämest - Du kannst nicht JETZT kommen.
Aber Dich zu denken mit anderen - das quält trotz allem unerträglich.

Vielleicht werde ich nach und nach schreiben über einiges, was wir erlebten. Und vielleicht wird Dich das freuen. Aber das bedeutet nicht, daß ich abgeschlossen habe. Es liegt nicht bei den Akten. Es ist anders mit Dir, als z.B. mit J. An viele Erlebnisse kann ich nicht einmal denken, ohne daß es mich zerreißt, wenn Du nicht da bist.

Und natürlich bin ich verbittert wegen all der Dinge, die ich Dir nun nicht mehr zeigen, all der Dinge, die ich nicht mehr mit Dir tun und all der Musik, die ich nicht mehr mit Dir hören konnte.

Es war für mich selbst überraschend, aber ich mußte einsehen, daß ich vor Dir nicht wußte, was es bedeutet und wie es sich anfühlt, eine Frau zu lieben. 

Zu Hause ist da, wo Dein Herz ist.

In Liebe,

Dein Toby 

15.4.07 12:46

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bisher 9 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Promisc / Website (15.4.07 15:25)
Eine unglaubliche Erfahrung - aber genau solch eine Erfahrung, welche ich nun auch schon drei-, viemal so erleben musste. Silke. Carmen. Connie... Es ist unglaublich, wie leichten Herzens gerade Frauen sich aus einer Zeit der 'Erweckung' völlig nahtlos wieder zurückeinfinden können, ohne kaum einen Blick nach hinten werfen zu müssen.

Es liegt wohl an ihrem übermächtigen Bedürfnis nach realer Sicherheit - da ist der abstrakte Begriff Freiheit oftmals nur ein unbedeutender Wert ganz am Rande...

Toby, ein Rat: Hoffe nicht darauf, dass sie wiederkehrt.
Auch wenn in diesem Zusammenhang unweigerlich wieder einmal gilt: Auch ein Ratschlag ist ein Schlag.


Renee / Website (15.4.07 16:18)
@ promisc: wenn du nur annähernd wüßtest wie schwer so eine kopfentscheidung fällt. du hast nicht im geringsten eine annähernte ahnung wie viel mut dazu gehört, den vernünftigen part und damit die verantwortung der entscheidung zu tragen.

@toby: du erinnerst dich an unser letztes gespräch? wir plaudern beim nächsten mal weiter und da beantworte ich dir deine frage, wieso ich das weiß ohne kenntnis.


Promisc / Website (15.4.07 22:08)
Renee, Du hast nicht die geringste Ahnung, wie sehr ich das weiss...


Renee / Website (16.4.07 04:46)
und wieso schreibst du es nicht so hin? und hast geschrieben - ich zitiere: Es ist unglaublich, wie leichten Herzens gerade Frauen sich aus einer Zeit der 'Erweckung' völlig nahtlos wieder zurückeinfinden können, ohne kaum einen Blick nach hinten werfen zu müssen. [zitatende]

wenn du das so genau wüßtest, wie schwer es uns frauen fällt, dann hättest du mit sicherheit eine andere wortwahl dargelegt.
mir ist durchaus bewußt, DASS gerade DU mit worten umgehen kannst, oder möchtest du, dass ich annehme, du würdest worthülsen benutzen?

sorry Toby.


morgiane / Website (20.4.07 09:49)
Schade. Ich hatte mich mit dir gefreut. deine leuchtenden Worte, die viel mehr ausdrückten als manch andere. Und nein, es sind keine leichten Entscheidungen und es gibt keine aufreibenderen Kämpfe als die, die mann/frau mit sich selber kämpft. und es gibt kein einfaches wieder in den Alltag tauchen danach.
Hüte deine Erinnerungen, sie sind ein Schatz, der dir bleibt.
Und auch, wenn der Satz so abgedroschen und abgenutzt klingt, es stimmt, die Zeit heilt alle Wunden...*drückdich*


Lint (22.4.07 14:25)
Ich fürchte, ich kann keine zum Trösten gedachten Worte spenden, da ich bisher keine Trennung einer tiefen Beziehung erlebt habe. Mir schaudert noch immer bei jedem Gedanken daran.
Ich fühle mit dir.


SIE / Website (25.4.07 23:14)
ich gebe morgiane recht. es sind die inneren kämpfe. die die keiner sieht. die man nur mit sich selber ausmachen kann.
vielleicht sieht es nach aussen so aus. aber ich denke sie hat es nicht leicht. zu wissen dass es `anders` sein man es aber doch nicht leben kann. welche gründe auch immer dahinter stecken.

bewahren sie sich ihre erinnerungen.


btw... @morgiane: die zeit überdeckt vielleicht die wunden. aber heilen? bei mir wirkt das nicht


Michael (25.5.07 01:24)
Nichts und niemand kann einem diesen Schmerz abnehmen, leider, und auch die möglichen Grenzen der Freundschaft sind hier rasch erreicht. Es tut weh, auch nach über einem Monat, diese Zeilen heute zum ersten mal zu lesen.
Und den zahlreichen Kommentatoren sei gesagt: Einige Versuche Trost zu spenden, einige Beweise simpler Geisteshaltungen - Es geht hier nicht um EUCH, nicht um EUREN Schmerz! Macht das in euren eigenen Seiten.


Rosenrot / Website (5.6.08 23:29)
liebe grüsse. nur die. alles andere passt jetzt nicht in worte.

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